www.radonmaster.de/werner-mazurek/         Stand dieser Seite: 02.08.2018       Stand insgesamt: 02.08.2018          www.werner-mazurek.de

Dipl.-Phys. Bernd Haider 86949 Windach, haider@radonmaster.de
 
Weil ich in der Nähe des Ammersees wohne, verfolge ich seit Jahren Berichte über Ermittlungen und das Gerichtsverfahren zum
grausamen Tod Ursula Herrmanns. Die Tonbandtechnik hat mich schließlich zum persönlich Engagement in diesem Fall geleitet.
Mit dieser Technik beschäftigte ich mich seit meiner Schulzeit. Ich konnte einfach nicht glauben, dass es möglich sei, ein spezielles
Gerät unter vielen ähnlichen als Werkzeug des Täters zu identifizieren.
 
Mein anfänglicher Zweifel hat sich vollständig bestätigt. Deshalb habe ich eine Gegendarstellung zum Gutachten des Bayerischen
Landeskriminalamts erarbeitet. Im Wesentlichen darüber werde ich hier berichten.

Inhaltlich verantwortlich gemäß §6 MDStV: Bernd Haider.

NEU: "Im Namen des Volkes" Endurteil des Zivilprozesses. (Stand 02.08.2018)

NEU: Offener Brief Michael Herrmanns an die Bayerische Justiz (vom 25.07.2018)
Michael Herrmanns Website: www.ursulaherrmann.org

Informationen zur Entführung von Ursula Herrmann
Gerechtigkeit für Werner Mazurek*


Schön, dass Sie hierher gefunden haben
 
Ich möchte Beobachter der Gerichtsverfahren um die Entführung der Ursula Herrmann und des als Täter verurteilten Werner Mazurek mit möglichst objektiven Informationen versorgen. Bilden Sie sich damit Ihr eigenes Urteil. Hinterfragen Sie anhand der Fakten vielleicht auch kritisch Ihre eigene Überzeugung.
Ich will diese Seite in unregelmäßigen Abständen erweitern und auch berichtigen, falls Fehler auffallen. Schauen sie also hin und wieder einmal vorbei, um nichts zu versäumen. Ihre Anregungen und Korrekturvorschläge nehme ich gerne per E-Mail entgegen.

Liebe Journalisten
 
Diese Internetseite ist auch für Sie gemacht. Ich beantworte Ihnen darüber hinaus gerne persönliche Fragen zum Gutachten das Bayerischen Landeskriminalamts und meiner Gegendarstellung. Werner Mazurek hofft seit vielen Jahren auf ein neues, faires Strafverfahren. Wie es im Moment aussieht, ist das ohne Ihre tatkräftige Unterstützung in absehbarer Zeit kaum zu erreichen.

Das Wichtigste ganz kurz
 
1981 wurde die zehnjährige Ursula Herrmann entführt, um Lösegeld zu erpressen. Die Täter betäubten das Mädchen vermutlich und sperrten es in eine im Wald vergrabene Holzkiste, in der es nicht wieder aufwachte. Werner Mazurek (66) wurde für diese Tat 28 Jahre später in einem Indizienprozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Ob er tatsächlich der Täter war, ist mehr als zweifelhaft.

Das wichtigste Indiz ist ein altes Spulentonbandgerät Grundig TK 248, das die Polizei bei Mazurek erst 2007 beschlagnahmt hat. Werner Mazurek will es erst kurz vorher auf einem Flohmarkt erstanden haben. Zu dem Gerät hat das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) ein Gutachten angefertigt mit dem Ergebnis, dass das Gerät "wahrscheinlich" für den "Zusammenschnitt" von Bayern 3 Verkehrsfunk-Kennungen verwendet worden sei, die der Entführer in Telefonanrufen an die Familie Herrmann übertragen hätte. Im Wesentlichen dieses Gutachten hat Werner Mazurek lebenslange Haft eingebracht. Ganz offensichtlich geht das Gutachten von falschen Voraussetzungen aus und liefert in einer Folge fehlerhafter Schlüsse dieses schicksalhafte Ergebnis.

Ursula Herrmanns Bruder hat unter dem Strafprozess gesundheitlich gelitten und deshalb Werner Mazurek auf Schadenersatz verklagt. Außerdem erhofft er sich aus dem Zivilverfahren endlich Gewissheit, ob Mazurek wirklich schuldig ist.
Die Klage wurde 2013 eingereicht, und die erste Zeugenbefragung erfolgte am 7. September 2017. Der nächste Verhandlungstag war der 23. November 2017. Über zwei Monate Pause nach nur zwei Stunden Verhandlung.

Am Ende des zweiten Verhandlungstags am 23. November 2017 hat das Gericht mitgeteilt, dass es sich dem existierenden Gutachten des LKA vom 14.04.2008 zum Tonbandgerät Grundig TK 248 anschließt und keine weiteren Ausführungen dazu wünscht. Am 8. Februar 2018 wollte das Gericht ursprünglich seine Entscheidung verkünden. Die beteiligten Rechtsanwälte haben daraufhin beantragt, die Autorin des LKA-Gutachtens ihre Ausführungen von 2008 erläutern zu lassen. Das hat das Gericht daraufhin angeordnet. Außerdem bekommen die Parteien Gelegenheit, Fragen zum Gutachten zu stellen.

Am 21.Juni 2018 gab es nach einer Übersicht durch die Gutachterin endlich die erwartete Frage-und-Antwort Stunde.
Obwohl die Gutachterin weiterhin ihre bisherige Überzeugung energisch vertrat, hat sich ihre Meinung zu den Umständen etwas verändert. Laut Gutachten haben die Täter die Übertragungsvorlage für ihre Telefonanrufe mit dem beschlagnahmten Tonbandgerät Grundig TK 248 und akustischer Überspielung auf ein mobiles Bandgerät erzeugt. Nachdem die Verteidigung nachgewiesen hat, dass dieses Vorgehen nicht möglich ist, wurde sie mit einer veränderten Darstellungsweise konfrontiert:
Die Täter hätten ihr wahres Vorgehen bewusst dadurch verschleiert, dass sie Geräusche beliebiger Herkunft auf unbekannte Weise mit dem Verkehrsfunksignal vermischt hätten. Es klingt schon unwahrscheinlich, dass die Täter ohne Zwang neben Phantasiegeräuschen auch einige Schaltgeräusche des TK 248 in unlogischer Reihenfolge eingebaut haben sollen. Wahrscheinlicher erscheint es, dass zum Abspielen statt des TK 248 ein besser geeignetes Kassettengerät für diesen Zweck verwendet wurde.

Das Zivilgerichtgericht hat am 2. August 2018 das Endurteil verkündet:
Werner M. wird verurteilt, an Michael H. 7000 EUR zuzüglich Zinsen seit dem 14.01.2014 zu zahlen.
Die Klage wird im Übrigen abgewiesen. (Das bezieht sich offenbar auf die ursprüngliche Forderung von 20 000 EUR)
Die Kosten des Rechtsstreits haben zu 65% der Kläger und zu 35% der Beklagte zu tragen.


Hier finden Sie alle ausführlichen Informationen:
 
Zu Michael Herrmanns Website
Ursula Herrmanns Bruder liefert mit "Der Entführungs- und Mordfall Ursula Herrmann"
die kompetentesten Informationen, die wir überhaupt erwarten können.

Zum Offenen Brief Michael Herrmanns an die Bayerische Justiz
Michael Herrmann, der Bruder von Ursula Herrmann wirft der Justiz vor, dass sie nicht wirklich
an der Aufklärung der Entführung und dem Tod seiner Schwester Ursula interessiert ist.

Zum Zivilverfahren Michael Herrmann gegen Werner Mazurek
Berichte über die aktuellen Verhandlungen am Augsburger Landgericht mit Zusatzinformationen.
Die meisten Zuschauer möchten wissen, ob das Gericht von Mazureks Schuld tatsächlich
überzeugt ist. Glauben auch die Zivilrichter den Aussagen des längst verstorbenen Klaus P.?
Zweifeln sie am Tonbandgutachten des Bayerischen Landeskriminalamts?

Zu dem Gutachten über das Grundig TK 248 und meiner Gegendarstellung
Mit der Veröffentlichung meiner Gegendarstellung zum Gutachten des LKA hatte ich mich bis
zum zweiten Verhandlungstag zurückgehalten und nur eine Zusammenfassung angeboten.
Nachdem eine unabhängige Darstellung aus Sicht des Gerichts irrelevant ist, finden Sie hier
auch die vollständige Version.

Zu den Erklärungen Werner Mazureks
Werner Mazurek durfte an den Verhandlungen nicht teilnehmen. Zu gerne hätte er seine Sicht
des Falls vorgetragen. Werner Mazureks Erklärungen zum aktuellen Zivil- und auch zum lange
zurückliegenden Strafverfahren möchte ich Ihnen nicht länger vorenthalten.
Auch eine Beschreibung des Lügendetektortests ist in Arbeit, den Werner Mazurek 2015
bestanden hat. Neu ist eine vorläufige Kurzfassung des Tests mit den wichtigsten Informationen.

Darstellungen in den Medien
Hier finden Sie Links zu den bekannten Fernsehdokumentationen und einigen Presseberichten.

Tondokumente
Hier finden Sie einige authentische Tondokumente, die im Gutachten eine Rolle spielen.
Wenn Ihnen der Umgang mit Audiodateien geläufig ist, können Sie deren Interpretation nachempfinden.
Obwohl die Tat über 35 Jahre zurückliegt, sind noch immer nicht alle Geräusche der
Originalmitschnitte erklärt.

Hintergrundinformationen
Hier finden Sie Informationen, die nur indirekt mit Ursula Herrmann oder Werner Mazurek zusammenhängen.

Technische Details
Betriebsanleitungen, Berechnungen, Diagramme

Über den Autor dieser Seiten (pdf-Datei)
Vorstellung und Motivation des Autors dieser Internetseite und der Gegendarstellung zum Gutachten.
Linksklick zum Ansehen. Download mit Rechtsklick - Ziel speichern unter...


Hinweis: Diese Internetseite verwendet nur ein sehr einfaches Hosting Paket. Deshalb greifen Sie anonym zu. Sie erhalten keine Cookies.
Ich erhalte keine Infos über IP-Adressen der Besucher oder deren surf-Verhalten. Es gibt nur eine Statistik über die Anzahl der Zugriffe
innerhalb eines Monats.
Falls Sie auf bereits früher aufgerufene Seiten geleitet werden, erledigt das Ihr Browser anhand des in Ihrem Rechner gespeicherten Verlaufs.


* Wurde Werner Mazurek ungerecht behandelt? - Definitiv Ja.
 
Er hatte gegen das Gutachten einer hochkarätigen LKA-Mitarbeiterin nicht die geringste Chance. Hätte das Gericht ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben, wären sicher einige Ungereimtheiten ans Licht gekommen. Angeblich gab es keinen Gutachter für das Fachgebiet in ganz Deutschland. Das allerdings ist bestimmt kein Grund für Lebenslänglich.

Gesunder Menschenverstand hätte bereits weiter geholfen. Jedem naturwissenschaftlich interessierten Schüler würde ich zutrauen, einfachste logische Fehler zu erkennen. - Wenn es ihn dann wirklich interessiert. Dafür braucht er sich nicht mit technisch-mathematischen Details auszukennen.

Beispiel: Die meisten von uns wissen, dass eine Telefonübertragung Stimmen und Klänge verfälscht. Wie bitte soll es möglich sein, dass die in einer Telefonzelle abgespielte Aufzeichnung in diesem speziellen Fall ohne Veränderung im Hause Herrmann ankommt?
Das ist nur einer der Schwachpunkte des Gutachtens: Stolz präsentieren die Gutachter das Rezept, wie der Täter eine Bandkassette mit einem B3-Jingle hergestellt hätte, der der im Hause Herrmann mitgeschnittenen Tätertonfolge entspricht. Die hätte der Täter dann nur noch in der Telefonzelle abzuspielen brauchen. Und was am anderen Ende wirklich ankommt, überlegen wir besser nicht. Zumindest ist es nicht die Tätertonfolge.
Vielleicht wäre es aber ein Grund, das Gutachten insgesamt etwas misstrauisch anzuschauen.